Bundesregierung setzt auf Reiseveranstalter bei Ausreise aus Krisengebieten in Nahost

Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Johann Wade­phul hat Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für deut­sche Staats­bür­ger in der Golf­re­gi­on ange­kün­digt. Die Bun­des­re­gie­rung will die Aus­rei­se gemein­sam mit der Tou­ris­mus­bran­che orga­ni­sie­ren und beson­ders schutz­be­dürf­ti­ge Per­so­nen gezielt in den Blick neh­men. Ein kon­kre­ter Start­ter­min steht noch nicht fest.

Krisenteams an Drehkreuzen und Grenzen

Nach Anga­ben des Minis­ters ent­sen­det das Aus­wär­ti­ge Amt kurz­fris­tig Kri­sen­un­ter­stüt­zungs­teams nach Mas­kat, Doha und Dubai. Wei­te­re Ein­hei­ten sol­len an Grenz­über­gän­gen nach Oman und Sau­di-Ara­bi­en bereit­ste­hen. Sie sol­len Rei­sen­de bei der Orga­ni­sa­ti­on der Wei­ter­rei­se unter­stüt­zen und Abläu­fe koor­di­nie­ren.

Wade­phul beton­te, dass er die Rei­se­ver­an­stal­ter wei­ter­hin in der ers­ten Ver­ant­wor­tung sieht. „Wir tun alles in unse­rer Macht Ste­hen­de, um gemein­sam mit der Tou­ris­mus­in­dus­trie und deren Teams die Kun­din­nen und Kun­den nach Hau­se zu bekom­men“, sag­te der Minis­ter. Die Bun­des­re­gie­rung stimmt sich dazu mit der Luft­han­sa, TUI und dem Deut­schen Rei­se­ver­band ab.

Charterflüge für besonders Schutzbedürftige

Für vul­nerable Grup­pen – dar­un­ter Kran­ke, Kin­der und Schwan­ge­re – plant die Bun­des­re­gie­rung zusätz­li­che Char­ter­flü­ge. Als mög­li­che Abflug­or­te nann­te Wade­phul Riad in Sau­di-Ara­bi­en und Mas­kat im Oman. Nach der­zei­ti­ger Pla­nung könn­te die Luft­han­sa zunächst jeweils eine Maschi­ne an bei­den Stand­or­ten ein­set­zen.

Die Aus­wahl der Flug­hä­fen hängt auch von der Erreich­bar­keit auf dem Land­weg ab. Riad liegt rund zehn Auto­stun­den von Abu Dha­bi ent­fernt, von Doha aus beträgt die Fahr­zeit etwa sie­ben Stun­den. Mas­kat ist von Abu Dha­bi in rund fünf Stun­den zu errei­chen, von Doha aus dau­ert die Fahrt mehr als zehn Stun­den.

Einen Ein­satz der Bun­des­wehr ord­ne­te Wade­phul klar nach­ran­gig ein. Er kom­me erst in drit­ter Linie in Betracht und erschei­ne der­zeit unwahr­schein­lich.

Die Abstim­mun­gen mit den betei­lig­ten Part­nern dau­ern an. Wann die Maß­nah­men begin­nen, ließ das Aus­wär­ti­ge Amt offen.

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