48 Stunden nach Beginn der militärischen Eskalation im Nahen Osten sitzen Kreuzfahrtgäste in Doha und Abu Dhabi weiterhin fest. Eine rasche Lösung zeichnet sich nicht ab. Nach derzeitigem Stand dürfte sich die Rückreise vieler Urlauber weiter verzögern.
Die Lufthansa Group hat sämtliche Flüge nach Dubai bis einschließlich 4. März ausgesetzt. Bundesaußenminister Johann Wadephul dämpfte am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“ Erwartungen an kurzfristige staatliche Rückholaktionen. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, Reisende sollten bestehende kommerzielle Ausreisemöglichkeiten nutzen, sofern diese verfügbar seien, und sich unmittelbar bei Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften informieren.
Der Grünen-Politiker Omid Nouripour forderte weitergehende Maßnahmen. Es gehe um mehr, als lediglich abzuwarten, wann sich eine Gelegenheit ergebe. Denkbar sei etwa eine Evakuierung auf dem Landweg zu einem sicheren Flughafen. Auch dafür müsse die Bundesregierung organisatorische Voraussetzungen schaffen.
Krisenstab eingerichtet
TUI Cruises hat einen Krisenstab eingerichtet. Das Unternehmen konzentriert sich nach eigenen Angaben darauf, gemeinsam mit Airline-Partnern tragfähige Lösungen für die Rückreise der Gäste zu entwickeln. Dabei prüfen die Verantwortlichen fortlaufend alternative Routings, Ausweichflughäfen sowie regionale Airports außerhalb der unmittelbar betroffenen Gebiete.
Für Angehörige richtete TUI Cruises eine spezielle Hotline ein. Ab Montag, 2. März 2026, ist sie täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 040 60001 5403 erreichbar.
Inzwischen sagte die Reederei weitere Reisen ab. Betroffen sind Fahrten der „Mein Schiff 4“ mit Reisebeginn am 1. und 2. März sowie am 8. und 9. März 2026. Zudem entfallen Abfahrten der „Mein Schiff 5“ am 28. Februar und am 5. März 2026.
Tausende Reisende betroffen
Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands halten sich derzeit rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter in der Region auf oder haben Flüge über dortige Drehkreuze gebucht. An Bord der beiden Schiffe von TUI Cruises befinden sich insgesamt etwa 5.000 Gäste.













