Luft­han­sa und Luft­han­sa City­line: UFO kün­digt zwei­tä­gi­gen Streik ab 15. April an

Die Unab­hän­gi­ge Flug­be­glei­ter Orga­ni­sa­ti­on (UFO) ver­schärft im Tarif­kon­flikt mit Luft­han­sa und Luft­han­sa City­line den Druck. Nach dem Streik­tag vom ver­gan­ge­nen Frei­tag hat die Gewerk­schaft für Mitt­woch, 15. April, und Don­ners­tag, 16. April 2026, einen wei­te­ren, dies­mal zwei­tä­gi­gen Aus­stand ange­kün­digt. Der Streik beginnt jeweils um 0.01 Uhr und endet am Don­ners­tag um 23.59 Uhr.

Bei der Deut­schen Luft­han­sa sol­len alle Abflü­ge ab Frank­furt und Mün­chen betrof­fen sein. Bei Luft­han­sa City­line ruft die UFO das Kabi­nen­per­so­nal an den Stand­or­ten Frank­furt, Mün­chen, Ham­burg, Bre­men, Stutt­gart, Köln, Düs­sel­dorf, Ber­lin und Han­no­ver zum Streik auf.

Nach Dar­stel­lung der Gewerk­schaft fiel die Betei­li­gung am ver­gan­ge­nen Frei­tag in der Kabi­ne sehr hoch aus. Die UFO wer­tet das als Zei­chen einer wach­sen­den Ent­schlos­sen­heit unter den Beschäf­tig­ten. Aus Sicht der Gewerk­schaft spie­gelt der Arbeits­kampf den Unmut über die Hal­tung des Manage­ments und den aus­blei­ben­den Durch­bruch in den lau­fen­den Tarif­kon­flik­ten.

Zwei Kon­flik­te, ein gemein­sa­mes Mus­ter

Bei Luft­han­sa geht es um einen neu­en Man­tel­ta­rif­ver­trag. Die UFO spricht von einer fest­ge­fah­re­nen Aus­ein­an­der­set­zung und wirft der Arbeit­ge­ber­sei­te vor, trotz gegen­tei­li­ger Beteue­run­gen kein ver­hand­lungs­fä­hi­ges Ange­bot vor­zu­le­gen. Die Gewerk­schaft sieht das Manage­ment auf einem har­ten Kurs und kri­ti­siert, dass Ver­schlech­te­run­gen begrün­det, Ver­bes­se­run­gen aber zurück­ge­wie­sen wür­den. Zugleich ver­weist sie auf den Bei­trag der Kabi­nen­be­schäf­tig­ten zum wirt­schaft­li­chen Erfolg des Unter­neh­mens in schwie­ri­gen Jah­ren.

Bei Luft­han­sa City­line steht dage­gen die For­de­rung nach einem tarif­li­chen Sozi­al­plan im Mit­tel­punkt. Die UFO erklärt, die Beschäf­tig­ten leb­ten seit zwei Jah­ren in Unsi­cher­heit, nach­dem eine Schlie­ßung ange­kün­digt wor­den sei. Der Arbeit­ge­ber ver­wei­ge­re jedoch eine ver­bind­li­che Absi­che­rung. Aus Sicht der Gewerk­schaft geht es für vie­le Beschäf­tig­te inzwi­schen um ihre beruf­li­che Exis­tenz.

Für City­line hat­te der Arbeit­ge­ber den Flug­be­trieb am ver­gan­ge­nen Frei­tag nach Anga­ben der UFO voll­stän­dig ein­ge­stellt. Auch die­sen Schritt wer­tet die Gewerk­schaft als Beleg für die Wirk­sam­keit des Arbeits­kamp­fes.

Kund­ge­bung wäh­rend Luft­han­sa-Jubi­lä­um geplant

Ein zen­tra­le Ver­an­stal­tung der neu­en Streik­maß­nah­men soll eine Kund­ge­bung am 15. April in Frank­furt sein. Sie ist im Umfeld der Fei­er­lich­kei­ten zum 100-jäh­ri­gen Bestehen von Luft­han­sa und zur Eröff­nung des neu­en Besu­cher­zen­trums geplant. Nach Anga­ben der UFO wer­den dort auch hoch­ran­gi­ge poli­ti­sche Ver­tre­ter erwar­tet, dar­un­ter Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz und der hes­si­sche Minis­ter­prä­si­dent.

Mit dem zwei­tä­gi­gen Streik setzt die Gewerk­schaft damit auf eine deut­li­che Eska­la­ti­on. Sie ver­bin­det den Aus­stand bei Luft­han­sa mit dem Kon­flikt um den Man­tel­ta­rif­ver­trag und den Arbeits­kampf bei Luft­han­sa City­line mit der For­de­rung nach einem tarif­li­chen Sozi­al­plan. In bei­den Fäl­len erklärt sie sich wei­ter zu Ver­hand­lun­gen bereit, knüpft das aber an ein aus ihrer Sicht belast­ba­res Ange­bot der Arbeit­ge­ber­sei­te.

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