Luft­han­sa vor zwei­tä­gi­gem Pilo­ten­streik ab 13. April

Nach dem Streik des Kabinenpersonals kündigt die Vereinigung Cockpit einen zweitägigen Pilotenstreik bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und CityLine an. Eurowings ist einen Tag betroffen.

Nach dem Streik des Kabi­nen­per­so­nals wei­tet sich der Arbeits­kampf in der Luft­han­sa-Grup­pe aus. Nun ruft die Pilo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit für Mon­tag und Diens­tag die Cock­pit­be­sat­zun­gen bei Luft­han­sa, Luft­han­sa Car­go, Luft­han­sa City­Line und Euro­wings zu umfas­sen­den Streik­maß­nah­men auf. Damit ver­schärft sich der Tarif­kon­flikt nur weni­ge Tage nach den bereits erfolg­ten Arbeits­nie­der­le­gun­gen der Flug­be­glei­ter.

Bei Luft­han­sa, Luft­han­sa Car­go und Luft­han­sa City­Line soll der Aus­stand zwei Tage dau­ern. Er beginnt am 13. April 2026 um 0.01 Uhr und endet am 14. April 2026 um 23.59 Uhr. Bei Euro­wings ist dage­gen ein ein­tä­gi­ger Streik für den 13. April 2026 von 0.01 Uhr bis 23.59 Uhr an allen Abflü­gen von deut­schen Flug­hä­fen ange­kün­digt.

Aus­nah­men wegen Nah­ost-Ver­bin­dun­gen

Von den Streik­maß­nah­men bei Luft­han­sa und Luft­han­sa City­Line aus­ge­nom­men sind Flü­ge aus Deutsch­land zu bestimm­ten Zie­len im Nahen Osten und in angren­zen­den Staa­ten. Die Ver­ei­ni­gung Cock­pit nennt Aser­bai­dschan, Ägyp­ten, Bah­rain, Irak, Isra­el, Jemen, Jor­da­ni­en, Katar, Kuwait, Liba­non, Oman, Sau­di-Ara­bi­en und die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te. Als Grund ver­weist die Gewerk­schaft auf die aktu­el­le Lage im Nahen Osten.

Der neue Streik­auf­ruf trifft damit erneut einen wich­ti­gen Rei­se­zeit­raum. Nach dem Aus­stand des Kabi­nen­per­so­nals erhöht sich der Druck auf den Kon­zern wei­ter. Für die Luft­han­sa-Grup­pe dro­hen damit inner­halb kur­zer Zeit neue Belas­tun­gen im Flug­be­trieb.

Tarif­streit in meh­re­ren Gesell­schaf­ten

Die Ver­ei­ni­gung Cock­pit begrün­det den Schritt mit meh­re­ren fest­ge­fah­re­nen Tarif­kon­flik­ten. Nach Dar­stel­lung der Gewerk­schaft zeigt die Arbeit­ge­ber­sei­te bis­lang kei­nen erkenn­ba­ren Wil­len zu einer Lösung. Zwar habe VC über die Oster­fei­er­ta­ge bewusst auf Streik­maß­nah­men ver­zich­tet, ernst­zu­neh­men­de Ange­bo­te und erkenn­ba­re Gesprächs­be­reit­schaft sei­en jedoch aus­ge­blie­ben.

Nach Anga­ben der Gewerk­schaft liegt bei Luft­han­sa und Luft­han­sa Car­go wei­ter­hin kein Ange­bot zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung vor. Bei Luft­han­sa City­Line feh­le ein trag­fä­hi­ges Ange­bot für einen neu­en Ver­gü­tungs­ta­rif­ver­trag. Das von Euro­wings vor­ge­leg­te Ange­bot zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung bezeich­net VC als inak­zep­ta­bel und als so nied­rig, dass es die­sen Namen kaum ver­die­ne.

VC-Prä­si­dent Andre­as Pin­hei­ro erklär­te, die Gewerk­schaft blei­be trotz des Streik­auf­rufs gesprächs­be­reit. Die Arbeit­ge­ber­sei­te kön­ne die Arbeits­nie­der­le­gung jeder­zeit abwen­den, wenn sie ver­hand­lungs­fä­hi­ge Ange­bo­te vor­le­ge. Ein Streik sei stets das letz­te Mit­tel, um Bewe­gung in geschei­ter­te Ver­hand­lun­gen zu brin­gen.

Zugleich ruft die Gewerk­schaft ihre Mit­glie­der dazu auf, sich an der von Ufo für den kom­men­den Mitt­woch ange­mel­de­ten Kund­ge­bung vor dem Luft­han­sa Avia­ti­on Cen­ter am Frank­fur­ter Flug­ha­fen zu betei­li­gen.

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