(Update vom 7. April 2026)
TUI Cruises hat die Reiseabsagen bei „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ erneut ausgeweitet. Nach dem neuen Stand vom 7. April 2026 sollen beide Schiffe nun erst wieder am 8. bzw. 10. Mai 2026 in den regulären Betrieb zurückkehren. Ein womöglich erneut kaum zu haltender Termin.
Ob dieser Neustart tatsächlich gehalten werden kann, ist allerdings vor allem eine Frage der rechtzeitigen Überführung. Denn beide Schiffe liegen weiterhin im Persischen Golf und müssten erst ins Mittelmeer verlegt werden.
Neustart im Mai – entscheidend ist der Start der Passage ins Mittelmeer
Genau hier liegt der kritische Punkt. Selbst wenn TUI Cruises kurzfristig grünes Licht für die Verlegung erhält, bleibt der Zeitplan eng. Über den Suezkanal dürfte die Passage je nach Ausgangshafen, Geschwindigkeit und operativen Vorgaben grob etwa zehn bis 14 Tage beanspruchen. Der Kanal ist zwar weiterhin grundsätzlich offen, die Route durch das Rote Meer bleibt für Reedereien aber sicherheitspolitisch sensibel. Die Suezkanal-Behörde wirbt mit dem erheblichen Zeitvorteil gegenüber der Route um Afrika und betont, dass die Passage für den internationalen Schiffsverkehr grundsätzlich offensteht.
Sollte eine Passage über Suez dagegen operativ nicht in Frage kommen und stattdessen Afrika umfahren werden müssen, würde sich die Reisezeit massiv verlängern. Dann läge die Überführung nicht mehr bei knapp zwei Wochen, sondern eher bei deutlich über drei Wochen.
Sicherheitslage bleibt der entscheidende Faktor
Die Einsatzplanung beider Schiffe hängt damit weiter unmittelbar von der Entwicklung im Nahen Osten ab. Die „Mein Schiff 4“ befindet sich seit dem 28. Februar in Abu Dhabi. Die „Mein Schiff 5“ ist derzeit außer Dienst und liegt im Hafen von Doha, Katar.
Der Stillstand betrifft allerdings nicht nur TUI Cruises. Auch andere Kreuzfahrtschiffe liegen weiterhin in Häfen am Arabischen Golf auf. So befinden sich die „Celestyal Discovery“ und die „Celestyal Journey“ seit Ende Februar in Doha beziehungsweise Dubai. Hinzu kommen mit der „Aroya“ und der „MSC Euribia“ zwei weitere Schiffe, die seit Beginn der Konflikte in der Region in Dubai festliegen.
Erstveröffentlicht am 24. März 2026, aktualisiert am 7. April 2026













