MSC Cruises setzt für die nächste neue Schiffsklasse, die „New Frontier“-Class auf die Meyer Werft in Papenburg. Viel ist zu den Neubauten einen Tag nach Bekanntgabe noch nicht veröffentlicht. Wie groß werden die Kreuzfahrtschiffe für die Schweizer Reederei?
Aktuell besteht die Flotte aus 23 Schiffen. Dass die bindende Absichtserklärung für die „New Frontier“-Einheiten zum festen Auftrag wird, scheint Formsache. Bestellt sind dann derzeit neben den zunächst vier „New Frontier“-Schiffen vor allem noch zwei weitere Schiffe der World-Class-Serie nach der in einem Jahr kommenden MSC World Asia und der MSC World Atlantic (2027). Im November bei Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire bestellte Schiffe sind Nummer sieben und acht der Baureihe und sollen 2030 und 2031 ausgeliefert werden. MSC World Europa, MSC World America und ab dem kommenden Jahr MSC World Asia gehören mit einer Vermessung von fast 216.000 BRZ und Platz für jeweils 6.762 Passagiere zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt.
Nicht die größten Schiffe der MSC-Flotte
Die Bandbreite innerhalb der aktuellen Flotte von MSC reicht von Gesamtkapazitäten von 2.679 Passagieren auf den vier Schiffen der Lirica-Klasse bis zu den World-Class-Cruisern. Die „New Frontier“-Baureihe soll nach Angaben von Reederei und Werft eine Vermessung von 180.000 BRZ haben und Platz für 5.400 Passagiere bieten. Damit ist die Baureihe größenmäßig zwischen der Meraviglia- (171.598 BRZ, MSC Meraviglia und MSC Bellissima) und Meraviglia-Plus-Klasse (181.541–184.011 BRZ, MSC Grandiosa, MSC Virtuosa und MSC Euribia) angesiedelt.
Nach Angaben von MSC-President Pierfrancesco Vago sollen die Schiffe auf neuen exklusiven Reiserouten eingesetzt werden und den Gästen ein außergewöhnliches Erlebnis bieten. Weitere Details hat MSC Cruises bisher nicht genannt. Auch nicht zur Antriebstechnologie. Man wolle jedoch die neuesten Umwelttechniken der nächsten Generation einsetzen, „die unser Netto-Null-Ziel für 2050 vorantreiben werden“, so Vago.
Neueste Antriebstechnologien an Bord
Die jüngsten Neubauten MSC Euribia, MSC World America und auch die kommenden weiteren Einheiten der World-Class sind mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet und verwenden Flüssigerdgas (LNG). Zudem wird die Brennstoffzellentechnologie mit LNG als Wasserstoffquelle getestet.
Die Papenburger Meyer Werft hat 2018 mit der AIDAnova das erste vollständig mit LNG betriebene Kreuzfahrtschiff auf den Markt gebracht und forscht laufend an neuen Technologien. Möglich, dass davon im nächsten großen Schritt MSC Cruises mit der „New Frontier“-Klasse profitieren kann.













