Iran-Eskalation im Nahen Osten: Mein Schiff 4 und 5 betroffen – was Kreuzfahrtgäste jetzt wissen müssen

Nach den Luft­an­grif­fen der USA und Isra­els am Sams­tag spitzt sich die Lage im Nahen Osten wei­ter zu. Die Iran-Eska­la­ti­on hat inzwi­schen auch direk­te Fol­gen für Kreuz­fahrt­gäs­te in der Regi­on. Zahl­rei­che Flug­hä­fen sind geschlos­sen, meh­re­re Flug­ge­sell­schaf­ten haben Ver­bin­dun­gen vor­erst aus­ge­setzt. Für tau­sen­de Tou­ris­ten geht es der­zeit weder zurück nach Hau­se noch plan­mä­ßig wei­ter.

TUI Crui­ses ist mit der Mein Schiff 4 und der Mein Schiff 5 im Per­si­schen Golf unter­wegs. Am Sams­tag und Sonn­tag soll­ten in Dubai und Doha Gäs­te­wech­sel statt­fin­den. Die Mein Schiff 5 liegt aktu­ell in Doha, die Mein Schiff 4 in Abu Dha­bi. Auch die MSC Euri­bia befin­det sich in Dubai. Dar­über hin­aus ope­rie­ren Celes­ty­al Crui­ses mit zwei Schif­fen in der Regi­on sowie die Aroya von Aroya Crui­ses (Crui­se Sau­di).

Die Sper­rung des Flug­ha­fens Dubai betrifft zudem zahl­rei­che wei­te­re Kreuz­fahrt­gäs­te, die das Emi­rat als inter­na­tio­na­les Dreh­kreuz für ihre Rück- oder Wei­ter­flü­ge – etwa nach Sin­ga­pur – nut­zen woll­ten.

Notfallalarme während der Landausflüge

Berich­ten der „Kie­ler Nach­rich­ten“ zufol­ge erhiel­ten Pas­sa­gie­re von „Mein Schiff“ wäh­rend eines Auf­ent­halts an Land Not­fall­alar­me auf ihren Mobil­te­le­fo­nen. Die Crew for­der­te die Gäs­te dar­auf­hin auf, umge­hend an Bord zurück­zu­keh­ren. Land­aus­flü­ge wur­den abge­bro­chen oder gar nicht erst begon­nen. Zeit­wei­se blie­ben die Außen­decks geschlos­sen, Gäs­te soll­ten sich im Schiffs­in­ne­ren auf­hal­ten und Fens­ter­be­rei­che mei­den. Schä­den an den Schif­fen wur­den bis­lang nicht gemel­det.

In der Nacht zu Sonn­tag kam es nach Berich­ten regio­na­ler Medi­en zu Ein­schlä­gen von Droh­nen­trüm­mern in Dubai. Dem­nach sei auch das Burj Al Arab betrof­fen gewe­sen. Ent­stan­de­ne Brän­de sei­en rasch unter Kon­trol­le gebracht wor­den. Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung zu kon­kre­ten Schä­den an tou­ris­ti­scher Infra­struk­tur liegt bis­lang nicht umfas­send vor.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen

Das Aus­wär­ti­ge Amt warnt der­zeit vor Rei­sen in meh­re­re Staa­ten und Gebie­te der Regi­on, dar­un­ter Isra­el und die Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te, Liba­non, Jor­da­ni­en, Syri­en, Irak, Iran, Bah­rain, Kuwait, Oman, die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te, Sau­di-Ara­bi­en, Katar und Jemen. Die Luft­räu­me von Isra­el und Iran wur­den gesperrt. Wei­te­re Ein­schrän­kun­gen im regio­na­len Luft­ver­kehr sind jeder­zeit mög­lich.

TUI Cruises sagt Reisen ab

TUI Crui­ses hat die betrof­fe­nen Rei­sen der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 abge­sagt. In einem aktu­el­len State­ment heißt es:

„Die Rei­se- und Sicher­heits­hin­wei­se des Aus­wär­ti­gen Amtes für die Regi­on bestehen unver­än­dert fort. Vor die­sem Hin­ter­grund kön­nen die ursprüng­lich geplan­ten Rei­sen der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 (mit Abrei­sen am 28.02./01.03./02.03.) wei­ter­hin nicht plan­mä­ßig durch­ge­führt wer­den.

Die Sicher­heit und das Wohl­erge­hen unse­rer Gäs­te und der Crew haben für uns jeder­zeit obers­te Prio­ri­tät. Alle betrof­fe­nen Gäs­te wur­den bereits direkt von uns infor­miert. Soll­ten wei­te­re Anpas­sun­gen erfor­der­lich wer­den, set­zen wir uns umge­hend und pro­ak­tiv mit den gebuch­ten Gäs­ten in Ver­bin­dung.“

Auf sei­ner Web­sei­te rich­tet sich das Unter­neh­men zudem aus­drück­lich an Ange­hö­ri­ge:

„Wir wis­sen, dass sich vie­le Ange­hö­ri­ge aktu­ell um ihre Fami­li­en­mit­glie­der und Freun­de an Bord sor­gen. Unse­re Gäs­te befin­den sich wei­ter­hin an Bord der Mein Schiff 4 und der Mein Schiff 5. Die Sicher­heit unse­rer Gäs­te und der Crew hat für uns jeder­zeit obers­te Prio­ri­tät.

Auf­grund der wei­ter­hin dyna­mi­schen Lage in der Regi­on sowie ein­ge­schränk­ter Flug­ver­bin­dun­gen sind wir der­zeit auf die Infor­ma­tio­nen der Air­lines ange­wie­sen, um zu klä­ren, ob und wann Rück­flü­ge statt­fin­den kön­nen. Sobald uns hier­zu ver­läss­li­che Anga­ben vor­lie­gen, stim­men wir die nächs­ten Schrit­te eng mit unse­ren Part­nern ab.

Unse­re Gäs­te wer­den an Bord fort­lau­fend und trans­pa­rent infor­miert. Wir ste­hen in engem Aus­tausch mit den zustän­di­gen Stel­len und beob­ach­ten die Ent­wick­lung kon­ti­nu­ier­lich.“

Auch MSC reagiert

Auch für die MSC Euri­bia war für den 1. März ein Gäs­te­wech­sel geplant. Die Rei­se wur­de abge­sagt. MSC teil­te mit:

„Wir beob­ach­ten die Situa­ti­on und über­prü­fen der­zeit alle unse­re Akti­vi­tä­ten in der Regi­on. Wir ste­hen in stän­di­gem Kon­takt mit den loka­len und natio­na­len Behör­den sowie den rele­van­ten Part­nern.“

Was betroffene Reisende jetzt beachten sollten

Ange­sichts der ange­spann­ten Sicher­heits­la­ge raten Behör­den und Ree­de­rei­en zu beson­ne­nem und struk­tu­rier­tem Vor­ge­hen. Für Rei­sen­de in der Regi­on wie auch für Gäs­te an Bord gel­ten der­zeit vor allem fol­gen­de Grund­sät­ze:

• Regis­trie­ren Sie sich in der Kri­sen­vor­sor­ge­lis­te ELEFAND des Aus­wär­ti­gen Amtes, damit Sie im Not­fall erreich­bar sind.
• Neh­men Sie Warn­mel­dun­gen ernst und suchen Sie bei Alarm umge­hend Schutz­räu­me oder das Inne­re eines Gebäu­des auf. Mei­den Sie Fens­ter­be­rei­che.
• Befol­gen Sie strikt die Anwei­sun­gen loka­ler Behör­den, Sicher­heits­kräf­te und – an Bord – der Schiffs­füh­rung.
• Infor­mie­ren Sie sich regel­mä­ßig über die aktu­el­le Lage, aus­schließ­lich über offi­zi­el­le Stel­len, Ree­de­rei­en und seriö­se Medi­en.
• Wen­den Sie sich bei Fra­gen zu Flü­gen oder Wei­ter­rei­sen direkt an Ihre Air­line oder Ihren Rei­se­ver­an­stal­ter.
• Bewah­ren Sie Ruhe. Kreuz­fahrt­schif­fe ver­fü­gen über eta­blier­te Sicher­heits- und Not­fall­kon­zep­te und ste­hen in engem Aus­tausch mit Behör­den.
• Stel­len Sie Ihre Erreich­bar­keit sicher: Mobil­te­le­fon gela­den hal­ten, Roa­ming prü­fen, wich­ti­ge Doku­men­te digi­tal sichern und Ange­hö­ri­ge regel­mä­ßig infor­mie­ren.
• Pla­nen Sie Ver­zö­ge­run­gen bei der Rück­rei­se ein. Kurz­fris­ti­ge Flug­strei­chun­gen und Luft­raum­sper­run­gen sind wei­ter­hin mög­lich.

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