AIDA Cruises will 2026 nach eigenen Angaben 15 Kreuzfahrten anbieten, auf denen während jedes Hafenaufenthalts Landstrom genutzt werden kann. Die Voraussetzungen dafür entstehen derzeit vor allem in Nordeuropa. Schon heute kann AIDA in mehreren Häfen der Region Landstrom beziehen, darunter Oslo, Stockholm und Kopenhagen.
Bereits in den vergangenen Jahren hat die Reederei die Nutzung von Landstrom kontinuierlich ausgeweitet. Mit dem geplanten Angebot rückt nun erstmals das Ziel in den Fokus, komplette Reisen ohne den Einsatz schiffseigener Generatoren während der Hafenliegezeiten durchzuführen.
Skandinavien als Schlüsselregion
Die Planungen konzentrieren sich auf Routen in Nordeuropa. Dort hat sich in den vergangenen Jahren ein wachsendes Netz an Häfen mit entsprechender Landstrominfrastruktur etabliert. Diese Entwicklung schafft die Grundlage für Reisen, bei denen alle Hafenanläufe technisch abgedeckt werden können. Entscheidend bleibt jedoch, dass sämtliche angelaufenen Häfen tatsächlich über funktionsfähige Landstromanschlüsse verfügen.
Offene Fragen bei einzelnen Häfen
Nicht in allen Destinationen ist der Ausbau gleich weit fortgeschritten. Für den norwegischen Hafen Olden wird eine Inbetriebnahme der Landstromanlage im Sommer 2026 erwartet. Damit wäre eine Nutzung im späteren Verlauf der Saison möglich, jedoch nicht zwingend ab deren Beginn.
Noch unsicherer ist die Situation in Stavanger. Dort ist eine Landstromlösung für Kreuzfahrtschiffe geplant, bislang gilt jedoch das Zieljahr 2027 als maßgeblich für einen flächendeckenden Einsatz.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Ankündigung von 15 AIDA-Reisen mit Landstromnutzung an jedem Hafenstopp grundsätzlich plausibel, sofern die Routen konsequent auf bereits erschlossene Häfen zugeschnitten werden. Sollten Häfen wie Stavanger jedoch Bestandteil dieser Reisen sein, hängt die Umsetzung maßgeblich vom Fortschritt der Infrastrukturprojekte vor Ort ab.
Im April will AIDA weitere Details zu den Reisen bekannt geben.













