Ers­te Mein Schiff-Gäs­te zurück in Deutsch­land, Aus­wär­ti­ges Amt star­tet heu­te ange­kün­dig­te Rück­hol­ak­ti­on

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Die Bun­des­re­gie­rung will am 4. März 2026 mit der Rück­füh­rung deut­scher Staats­bür­ger aus der Golf­re­gi­on begin­nen. Ein ers­ter Son­der­flug soll von Mas­kat, der Haupt­stadt des Oman, nach Frank­furt am Main star­ten. Außen­mi­nis­ter Johann Wade­phul kün­dig­te bei Welt-TV an, dass wei­te­re Flü­ge in den kom­men­den Tagen fol­gen könn­ten.

Die Luft­han­sa über­nimmt den Flug im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung. Nach Anga­ben der Air­line soll ein Flug­zeug in der Nacht von Mitt­woch auf Don­ners­tag von Mas­kat aus Rich­tung Frank­furt star­ten. Wie vie­le Men­schen an Bord sein wer­den, steht bis­lang nicht fest. Vor­rang sol­len beson­ders schutz­be­dürf­ti­ge Per­so­nen erhal­ten. Dazu zäh­len nach Anga­ben des Außen­mi­nis­ters Kran­ke, Schwa­che sowie schwan­ge­re Frau­en und Kin­der.

Anrei­se nach Oman als Vor­aus­set­zung

Die geplan­te Rück­hol­ak­ti­on stellt die Betrof­fe­nen jedoch vor logis­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen. Deut­sche Staats­bür­ger müs­sen zunächst auf dem Land­weg von den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten in den Oman gelan­gen, um den Flug errei­chen zu kön­nen. Das Aus­wär­ti­ge Amt habe sein Per­so­nal in der Regi­on auf­ge­stockt, erklär­te Wade­phul. Ob Betrof­fe­ne die Gren­ze tat­säch­lich errei­chen kön­nen, hän­ge jedoch von ihren indi­vi­du­el­len Mög­lich­kei­ten ab, etwa davon, ob ein Fahr­zeug orga­ni­siert wer­den kön­ne.

Die Bun­des­re­gie­rung setzt dabei auch auf Unter­stüt­zung durch Rei­se­ver­an­stal­ter und ande­re Unter­neh­men der Tou­ris­mus­bran­che. Eini­ge Rei­sen­de könn­ten zudem eigen­stän­dig nach Mas­kat gelan­gen. Für deut­sche Staats­bür­ger, die nicht zu den beson­ders schutz­be­dürf­ti­gen Grup­pen zäh­len, zeich­nen sich dage­gen zwei Alter­na­ti­ven ab: ein län­ge­rer Auf­ent­halt vor Ort oder die Nut­zung regu­lä­rer Flug­ver­bin­dun­gen aus den Emi­ra­ten nach Deutsch­land.

Der Außen­mi­nis­ter äußer­te sich den­noch zuver­sicht­lich, dass sich die Lage in den kom­men­den Tagen ent­span­nen wer­de. Ziel sei es, den Groß­teil der deut­schen Tou­ris­ten mög­lichst bald nach Deutsch­land zurück­zu­brin­gen.

Ers­te kom­mer­zi­el­le Flü­ge aus Dubai gestar­tet

Par­al­lel zu den geplan­ten Regie­rungs­maß­nah­men haben bereits kom­mer­zi­el­le Flü­ge aus der Regi­on statt­ge­fun­den. Zwei Maschi­nen der Flug­ge­sell­schaft Emi­ra­tes star­te­ten am Vor­tag von Dubai nach Deutsch­land. Eine davon lan­de­te ges­tern Abend in Frank­furt.

Ein wei­te­rer Son­der­flug von Emi­ra­tes hob am 3. März um 15.50 Uhr Orts­zeit von Dubai nach Mün­chen ab. An Bord befan­den sich 218 Gäs­te des Kreuz­fahrt­schiffs „Mein Schiff 4“. Für die­se Pas­sa­gie­re wur­de zuvor ein orga­ni­sier­ter Trans­fer von Abu Dha­bi nach Dubai ein­ge­rich­tet.

Der Ver­an­stal­ter TUI Crui­ses arbei­tet nach eige­nen Anga­ben gemein­sam mit Behör­den und Air­line-Part­nern dar­an, zusätz­li­che Flug­mög­lich­kei­ten für wei­te­re Rei­sen­de zu schaf­fen. Wei­te­re Optio­nen wür­den der­zeit geprüft, bestä­tig­te das Unter­neh­men.

Kri­tik am Kri­sen­ma­nage­ment des Außen­mi­nis­ters

Unter­des­sen sieht sich Außen­mi­nis­ter Wade­phul wegen des Umgangs mit der Situa­ti­on wach­sen­der Kri­tik aus­ge­setzt. Bean­stan­det wer­den ins­be­son­de­re das Kri­sen­ma­nage­ment sowie der Zeit­punkt der offi­zi­el­len Rei­se­war­nung für die Golf­re­gi­on.

Zusätz­li­che Irri­ta­tio­nen lös­te eine Aus­sa­ge des Minis­ters im ZDF-„heute jour­nal“ vom 2. März aus. Wade­phul hat­te dort erklärt, es habe bereits län­ger eine Rei­se­war­nung für die Regi­on gege­ben. Die­se Dar­stel­lung kor­ri­gier­te er spä­ter selbst und sprach von einem Irr­tum. Tat­säch­lich ver­öf­fent­lich­te das Aus­wär­ti­ge Amt eine offi­zi­el­le Rei­se­war­nung erst mit Beginn der israe­lisch-ame­ri­ka­ni­schen Angrif­fe auf den Iran.

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