War­um Roy­al Carib­be­an den Namen Legend of the Seas wie­der­ver­wen­det

Der Name Legend of the Seas war bei Royal Caribbean schon einmal vergeben. Nun kehrt er für das dritte Schiff der Icon-Klasse zurück. Dahinter steht mehr als Nostalgie.

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Roy­al Carib­be­an hat für das drit­te Schiff der Icon-Klas­se einen Namen gewählt, den es in der Flot­te schon ein­mal gab: Legend of the Seas. Die ers­te Legend of the Seas wur­de 1995 in Dienst gestellt und gehör­te zur Visi­on-Klas­se. Bei ihrer Indienst­stel­lung galt sie als moder­nes, inno­va­ti­ves Kreuz­fahrt­schiff. 2017 ver­ließ sie die Flot­te von Roy­al Carib­be­an und fährt heu­te als Marel­la Dis­co­very 2 für Marel­la Crui­ses, die bri­ti­sche Kreuz­fahrt­mar­ke der TUI Group.

Mit der neu­en Legend of the Seas kehrt der Name nun in völ­lig ande­rer Dimen­si­on zurück: als drit­tes Schiff der Icon-Klas­se.

Ein Name mit Vor­ge­schich­te

Wäh­rend eines Pres­se­ge­sprächs, an dem auch CRUCERO teil­nahm, erklär­te Micha­el Bay­ley, Pre­si­dent und CEO von Roy­al Carib­be­an Inter­na­tio­nal, dass die Namens­fin­dung frü­her deut­lich kom­pli­zier­ter gewe­sen sei. Agen­tu­ren hät­ten recher­chiert, Namens­lis­ten erstellt, Prä­sen­ta­tio­nen vor­be­rei­tet und Daten aus­ge­wer­tet. Inzwi­schen füh­re Roy­al Carib­be­an eine eige­ne Lis­te mit Vor­schlä­gen, dar­un­ter auch vie­le Ideen von Gäs­ten.

Der Name Legend sei dabei immer wie­der genannt wor­den. Die frü­he­re Legend of the Seas habe eine gro­ße Fan­ge­mein­de gehabt und sei bei Gäs­ten sehr beliebt gewe­sen. Zugleich pas­se der Name zur Dra­ma­tur­gie der Icon-Klas­se: Icon, Star, Legend.

Tra­di­ti­on: Die Erin­ne­rung an ein frü­he­res Schiff

Roy­al Carib­be­an spricht bei der Ent­wick­lung neu­er Schiffs­klas­sen von drei Grund­prin­zi­pi­en: Tra­di­ti­on, Evo­lu­ti­on und Revo­lu­ti­on. Tra­di­ti­on bedeu­tet, dass bestimm­te Ele­men­te bewusst erhal­ten blei­ben, weil sie zur Iden­ti­tät der Mar­ke gehö­ren.

In der Scho­o­ner Bar der neu­en Legend of the Seas wird die­se Ver­bin­dung sogar sicht­bar: Dort ist ein Modell der ursprüng­li­chen Legend aus­ge­stellt. Es stammt von der Werft, auf der das frü­he­re Schiff gebaut wur­de. Roy­al Carib­be­an woll­te nach eige­ner Dar­stel­lung kein neu­es Modell anfer­ti­gen las­sen, son­dern ein authen­ti­sches Stück eige­ner Geschich­te zei­gen.

Model der alten Legend of the Seas von 1995 an Bord der neuen Icon-Class Legend of the Seas. Foto: CRUCERO / Tobias Lange-Rüb
Model der alten Legend of the Seas von 1995 an Bord der neu­en Icon-Class Legend of the Seas. Foto: CRUCERO / Tobi­as Lan­ge-Rüb

War­um der Name funk­tio­niert

Dass Roy­al Carib­be­an den Namen wie­der­ver­wen­det, ist in der Flot­ten­lo­gik unge­wöhn­lich. Zugleich passt die Ent­schei­dung zur star­ken Wie­der­erkenn­bar­keit, mit der die Icon-Klas­se auf­ge­baut wird.

Der Name Legend ist ver­ständ­lich, emo­tio­nal und inter­na­tio­nal leicht les­bar. Er spricht frü­he­re Gäs­te an, ohne neue Gäs­te aus­zu­schlie­ßen. Für Stamm­gäs­te ist er eine Erin­ne­rung. Für neue Gäs­te ist er ein Ver­spre­chen. Hier geht es zu unse­rer Bil­der­ga­le­rie zur neu­en Legend of the Seas.

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