AIDA Cruises hat am 20. Juni in Kiel zum Auftakt der Kieler Woche sein 30-jähriges Bestehen in der Stadt gefeiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus kamen zusammen, um über die Entwicklung der Kreuzfahrt in Deutschland sowie über künftige Herausforderungen und Perspektiven der Branche zu sprechen. Kiel spielt für die Reederei seit den Anfängen eine wichtige Rolle: Bereits am 8. Juni 1996 lief das erste AIDA Schiff den Hafen an und startete von dort zu einer Reise ins Mittelmeer.
Seit der Unternehmensgründung begrüßte AIDA Cruises nach eigenen Angaben rund 17 Millionen Gäste an Bord. Mit elf Schiffen und rund 18.000 Beschäftigten aus mehr als 60 Nationen ist die Reederei heute Marktführer im deutschen Kreuzfahrtmarkt.
Kiel bleibt wichtiger Standort für AIDA
Für AIDA hat der Standort Kiel weiterhin eine besondere Bedeutung. Für das Jahr 2026 sind 76 Anläufe geplant. Zahlreiche Reisen beginnen seit vielen Jahren an der Kieler Förde. Laut einer Mitteilung der Reederei bezeichnete Christina Hankel, Vice President Human Resources Management AIDA Cruises, die enge Zusammenarbeit mit Häfen, Politik und Wirtschaftspartnern als wichtigen Erfolgsfaktor. Als Beispiel nannte sie die Nutzung von Landstrom in Kiel.
Auch Vertreter aus Politik und Hafenwirtschaft hoben die langjährige Partnerschaft hervor. Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Kreuzfahrt für Schleswig-Holstein. Viele Gäste würden bereits vor Reisebeginn in die Region anreisen oder nach der Kreuzfahrt dort verweilen. Dadurch profitiere die Wirtschaft im Land vom regelmäßigen Gästewechsel.
Kiels Bürgermeister Gerwin Stöcken bezeichnete die Verbindung zwischen der Stadt und der Reederei als besondere Partnerschaft. Er verwies zudem auf das langjährige Engagement von AIDA bei der Kieler Woche. Die regelmäßigen Anläufe würden Wertschöpfung schaffen, Arbeitsplätze sichern und die Rolle Kiels als bedeutenden Kreuzfahrtstandort im Ostseeraum stärken.
Der Geschäftsführer des Seehafens Kiel, Dr. Dirk Claus, erinnerte an rund 800 Anläufe von AIDA Schiffen und knapp vier Millionen AIDA Gäste, die bislang in Kiel begrüßt wurden. Zugleich verwies er auf die langjährige Zusammenarbeit zwischen Hafen und Reederei.
Fokus auf Technik und Emissionsreduzierung
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der zukünftigen Ausgestaltung maritimer Strukturen. AIDA Cruises setzt nach eigenen Angaben seit Jahren auf technische Innovationen. Die Schiffe des Unternehmens können inzwischen in 17 europäischen Häfen Landstrom nutzen, darunter Kiel, Hamburg und Rostock-Warnemünde. Für 2026 plant die Reederei mehr als 600 entsprechende Hafenanläufe.
Darüber hinaus arbeitet AIDA Cruises an der Weiterentwicklung von Antriebstechnologien. Mit AIDAnova wurde 2018 das erste Kreuzfahrtschiff weltweit in Dienst gestellt, das mit Flüssiggas betrieben wird. AIDAprima verfügt nach Unternehmensangaben über das derzeit größte Batteriesystem der Kreuzfahrtbranche. Zudem sind AIDAnova und AIDAcosma für die Nutzung von Bio- und E‑Fuels vorbereitet.
Mit dem in diesem Jahr gegründeten AIDA Innovation Hub will das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Start-ups, Wissenschaft und Industrie ausbauen und die Entwicklung neuer maritimer Technologien sowie digitaler Dienstleistungen vorantreiben.
Engagement über die Kreuzfahrt hinaus
Neben wirtschaftlichen und technologischen Themen stellte AIDA Cruises auch sein gesellschaftliches Engagement vor. Mit der Initiative AIDA Cruise & Help wurden seit 2019 weltweit 100 Schulen finanziert und rund 15.300 Schulplätze geschaffen.
In Kiel unterstützt die Reederei unter anderem den Handball-Bundesligisten THW Kiel, engagiert sich seit Jahren bei der Kieler Woche und fördert die Arbeit der Kieler Tafel.















