Kreuzfahrten, Natururlaub und flexible Reiseformate gewinnen bei jungen Reisenden zunehmend an Bedeutung. Studien zeigen, dass insbesondere die sogenannte „Gen Z“ den Reisemarkt verändert: Sie reist häufiger, plant mehrere unterschiedliche Trips pro Jahr und sucht sowohl besondere Erlebnisse als auch ruhige Destinationen abseits des Massentourismus. Auch Kreuzfahrten rücken dabei stärker in den Fokus – ein Trend, auf den Anbieter wie AIDA Cruises mit neuen Erlebnisformaten reagieren.
AIDA beobachtet bereits seit einigen Jahren ein wachsendes Interesse jüngerer Zielgruppen an Reisen auf See. Eine repräsentative Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt, dass sich 59 Prozent der Generation Z grundsätzlich für Kreuzfahrten interessieren. 22 Prozent gaben an, „auf jeden Fall“ eine Kreuzfahrt unternehmen zu wollen. Branchenzahlen der Cruise Lines International Association bestätigen diese Entwicklung: Millennials zählen zu den besonders reisefreudigen Zielgruppen der Kreuzfahrtbranche.
Mit speziellen Event- und Themenformaten versucht AIDA, diese Zielgruppen gezielt anzusprechen. Die „AIDA Festival Cruise“ verwandelt die AIDAprima vom 8. bis 12. Juni 2026 in eine schwimmende Festivalbühne mit rund 30 Live-Acts aus Hip-Hop, EDM, Pop und Schlager. Künstler wie SDP, Clueso, Bausa, Clockclock, Curse oder David Puentez stehen auf dem Programm. Ein weiteres Format ist die „Feelgood Cruise“, die vom 8. bis 15. November 2026 mit der AIDAblu rund um die Kanarischen Inseln führt. Im Mittelpunkt stehen Fitness, mentale Gesundheit und persönliche Entwicklung, begleitet von Persönlichkeiten wie Fabian Hambüchen und Christine Theiss.
Mehr Reisen, aber differenzierte Erwartungen
Der wachsende Fokus der Branche auf jüngere Zielgruppen entspricht einer breiteren Entwicklung im Reisemarkt. Laut der Simon-Kucher Travel-Trends-Studie unternahm rund die Hälfte der Generation Z und der Millennials im Jahr 2025 mindestens zwei Urlaube mit mehr als fünf Tagen Dauer. Gleichzeitig planen viele junge Reisende höhere Ausgaben: Deutschland verzeichnet im europäischen Vergleich den stärksten Anstieg beim geplanten Reisebudget für 2026.
Auf den ersten Blick wirkt das Reiseverhalten dieser Generation widersprüchlich. Einerseits gewinnen Eventreisen und erlebnisorientierte Formate an Bedeutung, andererseits wächst das Interesse an Ruhe, Natur und weniger überlaufenen Destinationen. Studien sehen darin jedoch keinen Gegensatz. Viele junge Reisende planen mehrere unterschiedliche Trips pro Jahr – vom kurzen Erlebnisurlaub bis zur bewusst entschleunigten Auszeit.
Gleichzeitig bleibt Preisbewusstsein ein wichtiges Thema. Trotz steigender Budgets möchte fast ein Drittel der jungen Reisenden weniger für Urlaub ausgeben. Reisen wird teurer, gleichzeitig gilt Urlaub weiterhin als wichtiger Bestandteil der persönlichen Lebensqualität.
Natur, Familie und kurze Auszeiten im Trend
Neben Erlebnisformaten wächst das Interesse an naturnahen Reisen. Nach Daten von Airbnb fanden im Jahr 2025 mehr als 60 Prozent der von deutschen Gästen innerhalb Deutschlands gebuchten Übernachtungen außerhalb von Städten statt. Besonders die Generation Z treibt diesen Trend: Ihre Suchanfragen nach Naturreisen innerhalb Deutschlands stiegen zwischen 2023 und 2025 um 75 Prozent.
Auch gemeinsames Reisen gewinnt an Bedeutung. Laut einer AIDA-Umfrage haben 66 Prozent der Befragten bereits mindestens einmal generationenübergreifend Urlaub gemacht. Kreuzfahrten gelten in diesem Zusammenhang als besonders geeignet, da unterschiedliche Interessen an Bord miteinander kombiniert werden können.
Parallel dazu wächst die Nachfrage nach kürzeren Reisen. Drei- bis fünftägige Kreuzfahrten werden zunehmend als Einstieg in die Urlaubsform oder als spontaner Kurztrip genutzt. Zugleich etabliert sich Nordeuropa stärker als Ganzjahresziel. Winterreisen nach Skandinavien mit Naturerlebnissen, winterlichen Metropolen oder Sportveranstaltungen gehören zu den wachsenden Angeboten ab deutschen Häfen.
Insgesamt zeichnet sich damit ein differenziertes Bild ab: Junge Zielgruppen reisen häufiger, kombinieren Erlebnis- und Erholungsreisen und legen Wert auf flexible Angebote. Diese Entwicklung verändert nicht nur den Reisemarkt insgesamt, sondern zunehmend auch die Strategien der Kreuzfahrtbranche.













