Hapag-Lloyd Cruises richtet die Wintersaison 2027/28 neu aus. Neben klassischen Antarktis-Expeditionen legt die Reederei einen klaren Schwerpunkt auf Warmwasser-Expeditionen im Indischen Ozean. Ein Schiff der Expeditionsklasse steuert Madagaskar und die Seychellen an, während zwei weitere Schiffe in der Antarktis fahren. Die Kreuzfahrten im Indischen Ozean ersetzen die bisherigen Winterreisen ab Deutschland nach Skandinavien und Norwegen.
Expeditionsreisen im Indischen Ozean
Mit dem neuen Routing erweitert das Unternehmen sein Winterportfolio um eine Expeditionsachse in tropischen Gewässern. Zwischen Oktober 2027 und März 2028 unternimmt die Hanseatic nature insgesamt zehn Reisen zu abgelegenen Inseln, Atollen und Küsten im westlichen Indischen Ozean. Die Routen führen entlang der Küsten Westafrikas und Südafrikas, zu den Seychellen sowie um Madagaskar herum.
Isolde Susset, Managing Director Hapag-Lloyd Cruises, betont: „Expedition ist für uns keine Frage der Temperatur, sondern eine Haltung.“ Seit mehr als 30 Jahren erkunde das Unternehmen nicht nur die Polarregionen, sondern auch tropische Gebiete. Neu sei nun die bewusste Positionierung dieser Reisen als eigener Winter-Schwerpunkt. Madagaskar und die Seychellen böten mit ihrer Biodiversität, abgelegenen Regionen und strengen Schutzgebieten ideale Voraussetzungen für Expeditionsreisen.
Madagaskar und Seychellen im Fokus
Im Mittelpunkt der neuen Routen stehen zwei der artenreichsten Regionen der Welt. Auf Madagaskar können Gäste Nationalparks erkunden und endemische Tierarten wie Lemuren und Chamäleons beobachten. Bei Exkursionen in wenig erschlossene Gebiete werden die Gäste von Experten begleitet. Auf den Seychellen führen die Reisen zu abgelegenen Atollen, darunter auch zur UNESCO-Weltnaturerbestätte Aldabra, sowie zu Lagunen und Korallenriffen, die nur per Zodiac erreichbar sind.
Bei den Reisen stehen kleine Gruppen und eine intensive Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Jede Expedition wird von bis zu 16 Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen begleitet. An Bord werden Themen wie Geologie, Tierwelt, Ozeanografie und Kultur in Vorträgen, Briefings und Gesprächen vertieft. Anlandungen erfolgen mit bordeigenen Zodiacs.
Susset unterstreicht den Anspruch: „Was diese Region besonders macht, ist ihre enorme Vielfalt – an Landschaften, Tierarten und Kulturen.“ Gleichzeitig erfordere die Sensibilität der Ökosysteme ein sorgfältiges Vorgehen. „Unsere Reisen sind so konzipiert, dass wir mit kleinen Gruppen, viel Zeit und großer Sorgfalt unterwegs sind. Das ist für uns die Essenz von Expedition, im Eis genauso wie im Warmen.“
Erfahrung aus früheren Tropen-Expeditionen
Hapag-Lloyd Cruises sammelte bereits in früheren Wintersaisons Erfahrungen in warmen Regionen. So führte die Hanseatic spirit im Jahr 2022 mehrere Reisen nach Madagaskar durch und weitere sind für dieses Jahr geplant.
Die drei baugleichen Expeditionsschiffe der Flotte bieten jeweils maximal 230 Gästen Platz und verfügen über die hohe Eisklasse PC6. Große offene Decksflächen, ausfahrbare gläserne Balkone und eine eigene Zodiacflotte ermöglichen flexible Anlandungen auch in entlegenen Gebieten.













