Baubeginn für neue Mein-Schiff-Generation aus Italien

Eine Woche nach dem Bau­be­ginn für die Mein Schiff 7 auf der Werft Mey­er Tur­ku ist im ita­lie­ni­schen San Gior­gio di Noga­ro auf der Fin­can­tie­ri Werft mit dem Bau des ers­ten von zwei bau­glei­chen Schif­fen einer neu­en Genera­ti­on für TUI Crui­ses begon­nen worden.

Bei­de Neu­bau­ten ent­ste­hen in Mon­fal­co­ne, haben eine Ver­mes­sung von 160.000 BRZ und wer­den damit grö­ßer als die aktu­ell größ­ten Schif­fe der Flot­te, Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2. 

Erster Fincantieri-Neubau kommt 2024

Wei­te­re wesent­li­che Ände­rung: Die Neu­bau­ten aus Ita­li­en wer­den mit Flüs­sig­erd­gas (LNG) betrie­ben. Per­spek­ti­visch sind sie einer Mit­tei­lung zufol­ge auch mit Bio- oder E‑LNG zu betrei­ben. Hin­zu­kom­men ver­bes­ser­te Kata­ly­sa­to­ren, die eine Stick­oxid­min­de­rung auf die Euro-6-Norm errei­chen und Land­strom­an­schlüs­se. Die­ser siche­re einen fast emis­si­ons­frei­en Schiffs­be­trieb wäh­rend der Hafen­lie­ge­zeit und damit etwa 40 Pro­zent der Betriebs­zeit, so TUI Cruises. 

Der ers­te Neu­bau aus Ita­li­en wird 2024 in Dienst gestellt. Ein Schwes­ter­schiff folgt 2026. Dann besteht die Mein-Schiff-Flot­te aus neun Kreuz­fahrt­schif­fen. 2024 bekommt TUI Crui­ses mit der Mein Schiff 7 und dem Neu­bau von Fin­can­tie­ri erst­mals zwei Neu­bau­ten in einem Jahr.

Details zu den Schif­fen der neu­en Genera­ti­on nann­te die Ham­bur­ger Ree­de­rei zunächst nicht. Der Mit­tei­lung zufol­ge sol­len die zu einem spä­te­ren Zeit­punkt bekannt gege­ben werden.

Großzügiges Passagier-Raum-Verhältnis bleibt

TUI-Crui­ses-Che­fin Wyb­cke Mei­er sagt: „Wir freu­en uns dar­auf, gemein­sam mit Fin­can­tie­ri das Mein-Schiff-Kon­zept wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Wir sind davon über­zeugt, dass wir über noch mehr Viel­falt künf­tig noch mehr neue Kreuz­fahrt­gäs­te für einen Urlaub bei uns an Bord begeis­tern wer­den.“ Dabei blei­be das Pas­sa­gier-Raum-Ver­hält­nis bewährt groß­zü­gig, eben­so der Anteil von Balkonkabinen.

„Die Inves­ti­ti­on in Flüs­sig­gas-betrie­be­ne Schif­fe ist ein wich­ti­ger Mei­len­stein auf dem Weg zur emis­si­ons­frei­en und kli­ma­neu­tra­len Kreuz­fahrt“, betont Mei­er. LNG die­ne hier als Brü­cken­tech­no­lo­gie. „Per­spek­ti­visch wer­den wir BIO LNG ein­set­zen, wel­ches ent­we­der aus bio­ge­nen Quel­len oder syn­the­tisch aus erneu­er­ba­rer Ener­gie erzeugt wird“, so die Reedereichefin. 

„Mit dem Pro­jekt die­ser neu­en Schiffs­klas­se für TUI Crui­ses leis­tet Fin­can­tie­ri einen Bei­trag zum öko­lo­gi­schen Wan­del in der Kreuz­fahrt­in­dus­trie. In einer ers­ten Pha­se wird ein Treib­stoff mit nied­ri­gem CO₂-Fuß­ab­druck ein­ge­setzt, um die Treib­haus­gas­emis­sio­nen erheb­lich zu redu­zie­ren; in der Zwi­schen­zeit unter­su­chen wir die Mög­lich­keit, mit Bio­kraft­stof­fen zu fah­ren“, wird Lui­gi Mata­raz­zo, Gene­ral Mana­ger des Geschäfts­be­rei­ches „Han­dels­schif­fe“ von Fin­can­tie­ri in der Mit­tei­lung von TUI Crui­ses zitiert.

Beim Bau­be­ginn der Mein Schiff 7 auf der Werft Mey­er Tur­ku in der ver­gan­ge­nen Woche wur­de bekannt, dass der Neu­bau so geplant wird, dass er auch mit Metha­nol, per­spek­ti­visch grü­nem Metha­nol, fah­ren kann. TUI Crui­ses will bis 2030 nach eige­nen Anga­ben ers­te kli­ma­neu­tra­le Kreuz­fahr­ten anbieten.

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