Die großen deutschen Anbieter und die Corona-Richtlinien

Wer in diesen Zeiten eine Kreuzfahrt macht, muss sich zwingend vorab über die geltenden Corona-Richtlinien informieren. In dieser Woche hat der deutsche Marktführer AIDA Cruises angekündigt, noch in diesem Monat die generelle Impfpflicht zu kippen - mit Ausnahmen. Ein Vergleich mit der deutschen Nummer zwei des Marktes, TUI Cruises. Dort ist eine Impfung weiterhin notwendig.

Die Ros­to­cker Ree­de­rei AIDA Crui­ses schafft ab dem 17. Sep­tem­ber die gene­rel­le Coro­na-Impf­pflicht für die meis­ten Kreuz­fahr­ten ab. Dann kann an Bord, wer einen maxi­mal zwei Tage alten, nega­ti­ven Coro­na-Schnell­test vor­wei­sen kann. Vor­her galt bei AIDA sogar eine Booster-Pflicht. 

Regeln und Ausnahmen von den Regeln

Bei der Kuss­mund-Flot­te gel­ten aber auch eini­ge Aus­nah­men, wo wei­ter­hin ein voll­stän­di­ger Impf­schutz nötig ist. Dabei steigt die Alters­gren­ze von zwölf auf 18 Jahre.

Vor allem bei AIDA-Selec­tion-Rei­sen, Tou­ren die län­ger als 16 Tage dau­ern, ist wei­ter­hin ein voll­stän­di­ger Impf­schutz Vor­aus­set­zung, um an Bord zu kom­men. Zudem gilt die­se Richt­li­nie auch für Trans­at­lan­tik-Kreuz­fahr­ten von Tene­rif­fa nach Bar­ba­dos und zurück, obwohl die Tour unter 16 Tagen andauert.

Als voll­stän­dig geimpft gilt, wer drei Ein­zel­imp­fun­gen erhal­ten hat oder als Gene­se­ner zwei Ein­zel­imp­fun­gen ver­ab­reicht bekom­men hat. 

Kei­ne Impf­nach­wei­se sind bei AIDA für Ori­ent-Rei­sen mehr nötig, aller­dings ein nega­ti­ver PCR-Test oder zer­ti­fi­zier­ter Genesenen-Nachweis. 

AIDA Crui­ses aktua­li­siert nach eige­nen Anga­ben die gele­ten­den Regu­la­ri­en lau­fend in der Rubrik „Urlaubs­kom­pass“ auf ihrer Web­sei­te und emp­fiehlt wei­ter­hin das Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Schutz­mas­ke in den Innen­be­rei­chen. In einer Pres­se­mit­tei­lung betont das Unter­neh­men, man emp­feh­le dar­über hin­aus für alle Rei­sen den voll­stän­di­gen Impf­schutz gegen das Coronavirus.

Weiterhin Impfpflicht bei Mein Schiff

Wäh­rend bei AIDA also die gene­rel­le Impf­pflicht fällt, hält TUI Crui­ses für die Mein-Schiff-Flot­te wei­ter­hin dar­an fest. Bis ein­schließ­lich Okto­ber sind gene­rell zwei Imp­fun­gen bezie­hungs­wei­se eine Imp­fung plus Gene­sungs­nach­weis not­wen­dig. Das gilt für alle Gäs­te ab zwölf Jah­ren, für Rei­sen nach Kana­da besteht eine Emp­feh­lung bereits ab fünf Jahren. 

Zudem sind bei TUI Crui­ses wei­ter­hin zwei nega­ti­ve Anti­gen-Tests (1. Selbst­test und ein zwei­ter Test mit Nach­weis) für alle Gäs­te ab vier Jah­ren vor­ge­schrie­ben. Die Kos­ten für die Tests über­nimmt die Ree­de­rei nicht.

Siehe auch  Costa Kreuzfahrten lockert Gesundheitsregeln

Gleich­zei­tig ver­weist das Ham­bur­ger Unter­neh­men auf desti­na­ti­ons­spe­zi­fi­sche Abwei­chun­gen. So wer­de in den USA und Kana­da, Mit­tel­ame­ri­ka und in der Kari­bik ein Gene­se­nen-Nach­weis nur in Ver­bin­dung mit einer ein­ma­li­gen Johnson&Johnson-Impfung akzep­tiert. Alle ande­ren Impf­stof­fen müss­ten auch bei einer Gene­sung zwei­fach ver­ab­reicht wor­den sein. 

Für Kreuz­fahr­ten im Ori­ent wer­de „vor­aus­sicht­lich eine dreich­fach-Imp­fung erfor­der­lich sein“, heißt es auf der TUI-Crui­ses-Web­sei­te. Man sei wei­ter­hin mit den Behör­den vor Ort im Aus­tausch und infor­mie­re die Pas­sa­gie­re schnellst­mög­lich über den aktu­el­len Stand.

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