Wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen ihre Motoren abschalten und Strom vom Land beziehen, profitieren vor allem die Städte. Lärm und lokale Emissionen gehen zurück, die Aufenthaltsqualität rund um die Terminals steigt spürbar. Landstrom ist damit ein zentraler Baustein für eine verträglichere Kreuzfahrt.
Allerdings zeigt sich in Europa ein uneinheitliches Bild. Einige Häfen haben früh investiert und verfügen über leistungsfähige Anlagen, andere stehen noch am Anfang. Mit den europäischen Vorgaben wird sich das Tempo weiter erhöhen: Der Ausbau der Infrastruktur ist nicht mehr nur eine Option, sondern eine klare Erwartung an die Hafenstandorte.
Landstrom bleibt auch eine Kostenfrage
Eine zusätzliche Rolle spielt die wirtschaftliche Seite. In Deutschland galt lange ein deutlich ermäßigter Stromsteuersatz für Landstrom, um dessen Nutzung attraktiver zu machen. Anfang 2026 sorgten jedoch Änderungen und rechtliche Unsicherheiten kurzfristig für Verwirrung in der Branche. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die steuerliche Begünstigung grundsätzlich bestehen bleibt – auch wenn ihre konkrete Ausgestaltung zuletzt in Bewegung war. Die Frage der Kosten bleibt damit für Reedereien und Hafenbetreiber ein relevanter Faktor beim weiteren Ausbau.
Gleichzeitig wächst der Druck auf die Reedereien, entsprechende Technik flächendeckend einzusetzen. Für Passagiere hingegen ist der Effekt unmittelbar erlebbar – durch ein ruhigeres, saubereres Umfeld beim Anlegen. Die Karte bündelt diese Entwicklung und macht sichtbar, wo Europa beim Thema Landstrom bereits vorangekommen ist.
Landstrom in Europa
Die Karte zeigt Kreuzfahrthäfen mit aktivem Landstromanschluss sowie Standorte, an denen entsprechende Infrastruktur geplant ist.
Stand: März 2026













