Die MS Fridtjof Nansen von HX Expeditions hat nach ihrer Antarktis-Saison Europa erreicht und in Hamburg sowie vor Helgoland Station gemacht. Nach dem Aufenthalt in Norddeutschland nimmt das Expeditionsschiff jetzt Kurs auf Island; später folgen Grönland und weitere arktische Fahrtgebiete. Im Spätsommer soll die MS Fridtjof Nansen wieder in Alaska eingesetzt werden.
HX Expeditions verband den Zwischenstopp mit einem zweitägigen Programm an Bord und vor Helgoland. Mehr als 300 Reiseberater und Medienvertreter aus der DACH-Region, Großbritannien, Frankreich und den nordischen Ländern nahmen daran teil. Die Reise gab Einblick in das Konzept des Anbieters: Expeditions-Seereisen mit Landgängen, Naturbeobachtungen, wissenschaftlicher Begleitung und Routen in abgelegene Fahrtgebiete.
Die heutige Marke HX beruft sich auf eine Expeditionsgeschichte, die bis 1896 zurückreicht. Damals begann mit der ersten touristischen Expeditions-Seereise von Norwegen nach Spitzbergen jene historische Linie, auf die HX im Jubiläumsjahr verweist. Das 130-Jahre-Jubiläum steht damit nicht für das Alter von HX als heutigem Unternehmen, sondern für die Tradition, aus der die Marke hervorgegangen ist.
Programm vor Helgoland
Die Fahrt führte von Hamburg nach Helgoland und zur vorgelagerten Düne. HX Expeditions orientierte das Programm am Ablauf regulärer Expeditionsreisen. Dazu gehörten Landgänge, Naturbeobachtungen und fachliche Erläuterungen durch das Expeditionsteam.
Auch das Science Center an Bord war Teil des Programms. Wissenschaftler und Mitglieder des Expeditionsteams stellten Forschungs- und Bildungsangebote vor, die HX auch auf regulären Reisen einbindet. Dazu zählen Citizen-Science-Projekte, bei denen Gäste Beobachtungen sammeln und wissenschaftliche Initiativen unterstützen können. Während der Fahrt standen unter anderem Plankton-Analysen, Einheiten zur Klanglandschaft der Ozeane sowie Wetterkunde und Wolkenbeobachtung auf dem Programm.
„1896-Kabine“ erinnert an frühe Expeditionsreisen
Während der Reise stellte HX Expeditions zudem die für das Jubiläumsjahr konzipierte „1896‑Kabine“ an Bord der MS Fridtjof Nansen vor. Das zusätzlich buchbare Erlebnis soll die Atmosphäre früher touristischer Expeditionsreisen aufnehmen. Holzvertäfelte Wände, Öllampen, ein Ofen, historische Requisiten, Jubiläumsbettwäsche und ein rustikales Bad im Stil von 1896 sollen diesen Eindruck vermitteln.
Die „1896 Kabine“ ist als Zusatzangebot zur regulären Reise buchbar. Sie verweist auf die erste touristische Expeditions-Seereise von Norwegen nach Spitzbergen im Jahr 1896 und soll an die Anfänge dieser Reiseform erinnern. Die Einrichtung orientiert sich an einer Trapperhütte auf Svalbard.
Solche Hütten bauten Fallensteller damals oft aus Treibholz; nur Ofen und Fensterglas brachten die Pioniere mit. Gelegentlich verweist HX auch auf Schiffskabinen als historische Vorlage, doch ein Ofen gehörte nicht zur Ausstattung einer Schiffskabine jener Zeit.
An Bord der MS Fridtjof Nansen handelt es sich daher um eine atmosphärische Inszenierung mit geprüften und zugelassenen Requisiten, die überwiegend dekorativen Charakter haben. Auch das Bad greift den historischen Stil auf, verfügt aber über moderne Bordtechnik einschließlich Vakuumtoilette und Klimatisierung.
Laut Pressemitteilung kostet das Erlebnis 100 Euro pro Person und kann von bis zu drei Gästen genutzt werden. Die Hälfte der Einnahmen fließt an die HX Foundation, die Umwelt‑, Wissenschafts- und Gemeinschaftsprojekte in den Zielgebieten von HX unterstützt.
Jubiläumsangebote für Expeditionsreisen
Zum Jubiläumsjahr bewirbt HX Expeditions Ermäßigungen von bis zu 25 Prozent auf All-inclusive-Expeditionen. Die Angebote gelten je nach Reiseziel unter anderem für Reisen in die Antarktis, auf die Galapagos-Inseln, nach Grönland und Island, in die Nordwestpassage, ins arktische Kanada sowie nach Norwegen und Spitzbergen. Auf ausgewählten Routen ist zudem ein kostenloses Upgrade auf eine Suite vorgesehen.
















