Pom­pe­ji führt ab 15. Novem­ber per­so­na­li­sier­te Tickets und Besu­cher­li­mit ein

Ab nächster Woche gelten im Archäologischen Park von Pompeji ein tägliches Besucherlimit und personalisierte Tickets. Ziel ist der Schutz des Kulturerbes und die Förderung eines nachhaltigen Tourismus. Auch Venedig setzt auf ähnliche Maßnahmen, um den Massentourismus zu regulieren.

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Ab dem 15. Novem­ber 2024 wer­den im Archäo­lo­gi­schen Park von Pom­pe­ji per­so­na­li­sier­te Tickets ein­ge­führt. Zusätz­lich gilt ein täg­li­ches Besu­cher­li­mit von 20.000 Per­so­nen. In den Som­mer­mo­na­ten, vom 1. April bis 31. Okto­ber, wird der Ein­lass in Zeit­fens­ter auf­ge­teilt. Hin­ter­grund der Maß­nah­men ist die enor­me Besu­cher­zahl von über 4 Mil­lio­nen in die­sem Jahr, die wäh­rend eines kos­ten­lo­sen Sonn­tags im Som­mer Spit­zen von über 36.000 Per­so­nen erreich­te.

Maß­nah­men zur Ent­las­tung des Parks

Gabri­el Zucht­rie­gel, Direk­tor des Archäo­lo­gi­schen Parks, beton­te die Not­wen­dig­keit der neu­en Rege­lun­gen: „Die Maß­nah­men sol­len den Druck auf die anti­ke Stät­te ver­rin­gern, der sowohl für die Besu­cher als auch für das kul­tu­rel­le Erbe ris­kant sein kann.“ Lang­fris­tig wol­le man den Zugang zur anti­ken Stadt erwei­tern und umlie­gen­de Sehens­wür­dig­kei­ten wie Boscorea­le, Tor­re Annun­zia­ta und Sta­bia stär­ker ein­bin­den. Ziel sei ein nach­hal­ti­ger und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Tou­ris­mus, der auch die Regi­on rund um das UNESCO-Welt­kul­tur­er­be unter­stützt.

Details der neu­en Besu­cher­re­ge­lun­gen

Zum Start der neu­en Maß­nah­men gel­ten fol­gen­de Vor­ga­ben:

  • Täg­li­ches Besu­cher­li­mit: Maxi­mal 20.000 Per­so­nen.
  • Zeit­fens­ter im Som­mer:
    • Von 9:00 bis 12:00 Uhr maxi­mal 15.000 Besu­cher (12.000 für „Pom­pe­ji Express“, 3.000 für „Pom­pe­ji Plus“).
    • Von 12:00 bis 17:30 Uhr maxi­mal 5.000 Besu­cher (3.000 für „Pom­pe­ji Express“, 2.000 für „Pom­pe­ji Plus“).
  • Per­so­na­li­sier­te Tickets: Tickets sind für alle Kate­go­rien (z. B. „Pom­pe­ji Express“, „Pom­pe­ji Plus“, „Pom­pe­ji 3days“) sowohl online als auch vor Ort erhält­lich. Der Zutritt ist nur nach Vor­la­ge eines gül­ti­gen Aus­wei­ses mög­lich.

Aus­wir­kun­gen auf Kreuz­fahrt­tou­ris­ten

Kreuz­fahrt­rei­sen­de, die Pom­pe­ji im Rah­men eines Tages­aus­flugs besu­chen möch­ten, soll­ten die neu­en Rege­lun­gen beach­ten. Es wird emp­foh­len, Tickets im Vor­aus zu buchen, um den Zugang zum Gelän­de sicher­zu­stel­len. Rei­se­ver­an­stal­ter und Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten sind ange­hal­ten, ihre Aus­flugs­pro­gram­me ent­spre­chend anzu­pas­sen, um den neu­en Bestim­mun­gen gerecht zu wer­den.

Vene­dig setzt eben­falls auf Besu­cher­be­gren­zung

Ähn­lich wie Pom­pe­ji hat auch Vene­dig Maß­nah­men zur Regu­lie­rung des Tou­ris­ten­stroms ergrif­fen. Ab 2025 wird eine Ein­tritts­ge­bühr von bis zu 10 Euro für Tages­be­su­cher erho­ben, die an 54 Tagen zwi­schen April und Juli gilt. Die­se Maß­nah­me zielt dar­auf ab, den Mas­sen­tou­ris­mus ein­zu­däm­men und die his­to­ri­sche Sub­stanz der Stadt zu schüt­zen.

Zucht­rie­gel kün­dig­te an, die Situa­ti­on in Pom­pe­ji wäh­rend der Ein­füh­rungs­pha­se genau zu beob­ach­ten und bei Bedarf anzu­pas­sen. Ziel sei ein „Slow-Tou­ris­mus“, der nicht nur den Besu­chern ein ange­neh­mes Erleb­nis bie­te, son­dern auch die wirt­schaft­li­chen Akteu­re der Regi­on ein­be­zie­he.

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