Es ist ungewöhnlich, dass Werften und Reedereien über laufende Verhandlungen Wasserstandsmeldungen an die Öffentlichkeit geben. Im Falle der neuen Kreuzfahrtschiffe für MSC Cruises haben sich die Reederei und die Meyer Werft in Papenburg nun geäußert.
Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass die Schweizer Reederei nach jahrzehntelanger Partnerschaft mit Fincantieri in Italien und Chantiers d´l Atlantique nun erstmals auf der Meyer Werft in Papenburg für den Bau von zunächst vier Kreuzfahrtschiffen einer neuen Baureihe setzen will. Abgeliefert werden sollen die Schiffe ab 2030 jährlich bis in das Jahr 2033.
Verhandlungen im fortgeschrittenen Stadium
Pierfranceso Vago, Chef von MSC Cruises, besuchte im Februar die Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg und bekräftigte, dass das Unternehmen die nächste Schiffsgeneration „New Frontier“ bauen soll. Die im Dezember vereinbarte bindende Absichtserklärung sollte bis Juni in einen festen Vertrag zum Bau von zunächst vier neuen Kreuzfahrtschiffen werden. Optioniert werden sollen dann noch zwei weitere Schiffe.
Nun neigt sich der Juni dem Ende und die Meyer Werft und MSC Cruises gaben in dieser Woche eine gemeinsame Erklärung zum aktuellen Stand der Verhandlungen über den Großauftrag ab. Seit der Unterzeichnung der Absichtserklärung im Dezember 2025 seien „die konkreten Planungen für das Design der Schiffe und die Verhandlungen für den Abschluss der entsprechenden Verträge in ein fortgeschrittenes Stadium geführt“ worden, heißt es.
„New Frontier“ soll jeweils 5400 Passagieren Platz bieten
„Dabei handelt es sich um ein umfangreiches und komplexes Vertragswerk, für das üblicherweise mindestens ein halbes Jahr zu veranschlagen ist“, so die Mitteilung weiter. Die Meyer Werft und MSC Cruises seien zuversichtlich, die Verhandlungen in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschließen. „Die Partner werden dann entsprechend die Öffentlichkeit informieren“, so die Stellungnahme.
Die New-Frontier-Schiffe sollen mit einer Vermessung von 180.000 BRZ Platz jeweils 5400 Personen bieten. Damit ist die Baureihe größenmäßig zwischen der Meraviglia- (171.598 BRZ, MSC Meraviglia und MSC Bellissima) und Meraviglia-Plus-Klasse (181.541–184.011 BRZ, MSC Grandiosa, MSC Virtuosa und MSC Euribia) angesiedelt.
Nach Angaben von MSC-President Pierfrancesco Vago sollen die Schiffe auf neuen exklusiven Reiserouten eingesetzt werden und den Gästen ein außergewöhnliches Erlebnis bieten. Weitere Details hat MSC Cruises bisher nicht genannt. Auch nicht zur Antriebstechnologie. Man wolle jedoch die neuesten Umwelttechniken der nächsten Generation einsetzen, „die unser Netto-Null-Ziel für 2050 vorantreiben werden“, so Vago.















