HX Expeditions hat seine Arktis-Saison 2026 mit insgesamt 31 Expeditionsreisen abgeschlossen. Einen Schwerpunkt bildeten Forschungsprojekte, an denen sich auch die Gäste beteiligen konnten. Nach Angaben des Unternehmens kamen dabei mehr als 26.000 Beiträge zu neun Citizen-Science-Projekten zusammen. Zudem testete HX erstmals in der Arktis ein KI-gestütztes System zur Erkennung von Walen.
Bei den Citizen-Science-Projekten dokumentierten Gäste und Expeditionsteams unter anderem Tierbeobachtungen, die Wasserklarheit, Wolken und Polarlichter. HX bindet nach eigenen Angaben auf jeder Expeditionsreise mindestens zwei solcher Projekte in das Programm ein. Ergänzt wurden sie in diesem Sommer durch 363 Ausfahrten mit Wissenschaftsbooten.
„Von 26.491 Beiträgen zu Citizen-Science-Projekten bis hin zum weltweit ersten Arktis-Test, bei dem KI und Wärmebildtechnik zur Erkennung von Walen eingesetzt wurden, zeigt diese Saison, was möglich wird, wenn Reiseanbieter, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Technologiepartner und Gäste wirklich zusammenarbeiten“, sagt Dr. Verena Meraldi, Chef-Wissenschaftlerin bei HX.
KI soll Wale früher erkennen
Ein neues Projekt wurde auf der MS Fram erprobt. Gemeinsam mit der schottischen Heriot-Watt University und dem auf Meeresbeobachtung spezialisierten Unternehmen Seiche testete HX ein System, das Wärmebildkameras und künstliche Intelligenz zur Erkennung von Walen kombiniert.
Die Technik soll Blas und Bewegungen von Walen an der Wasseroberfläche automatisch erkennen. Die während des arktischen Sommers gesammelten Daten sollen helfen, das System weiterzuentwickeln. Perspektivisch könnten Brückenteams damit früher auf Tiere aufmerksam gemacht werden und entsprechend reagieren, um Kollisionen zu vermeiden. Der Feldversuch begann auf der Reise der MS Fram von Dover nach Spitzbergen und lief anschließend während der Saison weiter.
Für Gäste bietet HX die wissenschaftlichen Projekte als Bestandteil des Expeditionsprogramms an. Dazu gehören neben der Beteiligung an Beobachtungen auch Lernangebote. Neu war in dieser Saison ein gemeinsam mit der Universität von Tasmanien entwickelter Online-Kurs zu Spitzbergen, der bereits vor der Reise Wissen über Tierwelt, Ökosysteme und Geschichte der Inselgruppe vermittelt. Für 2027 und die Folgejahre sind entsprechende Angebote zu Grönland, Island, dem arktischen Kanada und der Nordwest-Passage geplant.











