Wie die Nor­we­gi­an Sky NCL bis heu­te prägt

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Heu­te ende­te in Pirä­us die letz­te Rei­se der Nor­we­gi­an Sky unter der Flag­ge von Nor­we­gi­an Crui­se Line (NCL). Das Schiff ver­lässt die Flot­te – vor­zei­tig, denn die ursprüng­lich letz­te Rei­se nach Mus­kat muss­te die Ree­de­rei auf­grund der poli­ti­schen Span­nun­gen im Roten Meer absa­gen. Das Schiff, 1999 vom Bre­mer Vul­kan und der Bre­mer­ha­ve­ner Lloyd Werft gebaut, prägt NCL bis heu­te.

Die Nor­we­gi­an Sky ist das ers­te Schiff seit 17 Jah­ren, dass die NCL-Flot­te ver­lässt. Sie wird lang­fris­tig, mit Kauf­op­ti­on, an die neue indi­sche Ree­de­rei Cor­de­lia Crui­ses ver­char­tet. Bereits am 23. Okto­ber soll eine ers­te Kurz­rei­se ab und bis Mum­bai unter dem neu­en Anbie­ter begin­nen. Im kom­men­den Jahr folgt die Nor­we­gi­an Sun in die Flot­te von Cor­de­lia. Mit der Nor­we­gi­an Sky ver­lässt ein Stück Kreuz­fahrt­ge­schich­te Nor­we­gi­an Crui­se Line. Mit ihrem Debüt führ­te NCL das Kon­zept „Free­style Crui­sing“ ein, das die moder­ne Kreuz­fahrt und die Ree­de­rei selbst bis heu­te prägt.

Das Kon­zept „Free­style Crui­sing“ fei­er­te am 28. Mai 2000 auf der Nor­we­gi­an Sky Pre­mie­re. Weg von fes­ten Tisch­zei­ten und star­ren Dress­codes, hin zu fle­xi­blem Restau­rant-Wech­sel und locke­rer Atmo­sphä­re. Heu­te ist das auf vie­len moder­nen Kreuz­fahrt­schif­fen nahe­zu nor­mal. Bei NCL lebt man das Kon­zept bis heu­te. Rei­sen­den ste­hen an Bord der Schif­fe bis zu 30 ver­schie­de­nen Dining-Optio­nen zur Ver­fü­gung.

Schiff einst als Cos­ta Olym­pia von Cos­ta geor­dert

Gebaut wur­de die Nor­we­gi­an Sky von der Werft Bre­mer Vul­kan und der Bre­mer­ha­ve­ner Lloyd Werft. Ursprüng­lich als Cos­ta Olym­pia von Cos­ta beim Bre­mer Vul­kan mit Ablie­fe­rung 1997 bestellt, zogen die Ita­lie­ner den Bau­auf­trag wäh­rend des Baus zurück. Der Schiffs­rumpf war bereits fer­tig­ge­stellt und der Bre­mer Vul­kan unter ande­rem damit dem Unter­gang geweiht. Nach dem Kon­kurs der Werft wur­de der Rumpf zur Lloyd Werft nach Bre­mer­ha­ven geschleppt. NCL kauf­te das unfer­ti­ge Schiff, das dann zur Nor­we­gi­an Sky wur­de und am 28. Juli 1999 abge­lie­fert wur­de. Zunächst stan­den Kreuz­fahr­ten in Alas­ka in den Fahr­plä­nen. Im Juni 2004 ging das Schiff an die neu gegrün­de­te Toch­ter­ge­sell­schaft NCL Ame­ri­ca und fuhr als Pri­de of Alo­ha unter US-Flag­ge und mit Hei­mat­ha­fen Hono­lu­lu Kreuz­fahr­ten um Hawaii. Seit Juli 2008 fuhr sie wie­der als Nor­we­gi­an Sky und zuletzt Kreuz­fahr­ten in Euro­pa, ent­lang der west­eu­ro­päi­schen Küs­te, im öst­li­chen Mit­tel­meer und rund um die bri­ti­schen Inseln.

Letz­te NCL-Kreuz­fahrt mit Ein­schrän­kun­gen für Pas­sa­gie­re

Nach der Nor­we­gi­an Sky wur­den die dar­auf­fol­gen­den Neu­bau­ten Nor­we­gi­an Sun und ab der Nor­we­gi­an Star die Schif­fe von der Papen­bur­ger Mey­er Werft für NCL kon­se­quent für Free­style Crui­sing kon­zi­piert. Dazu gehört neben den ver­schie­de­nen Dining-Optio­nen auch eine Aus­wahl an Enter­tain­ment-Loca­ti­ons sowie ver­schie­de­ne Kabi­nen-Kate­go­rien.

Die letz­te Rei­se der Nor­we­gi­an Sky wur­de über­schat­tet von eini­gen Ein­schrän­kun­gen für die letz­ten NCL-Gäs­te. Einem Bericht des Bran­chen­diens­tes Crui­se Indus­try News zufol­ge waren eini­ge öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen an Bord nicht mehr für die Pas­sa­gie­re nutz­bar. Der Bericht beruft sich auf eine NCL-Mit­tei­lung an die Gäs­te an Bord. Dem­nach waren alle Shops wäh­rend der gesam­ten Rei­se nicht geöff­net. Auch die Kunst­ga­le­rie der Nor­we­gi­an Sky wur­de bereits am 2. Sep­tem­ber geschlos­sen, eben­so wie der Spa-Bereich, der kurz vor Ende der Rei­se geschlos­sen wur­de. Restau­rants, Bars und Loun­ges waren hin­ge­gen unein­ge­schränkt geöff­net.

Noch in die­sem Monat wird die Nor­we­gi­an Sky an Cor­de­lia Crui­ses über­ge­ben.

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