Im Hafen von Naha auf der japanischen Insel Okinawa haben die Arbeiten an einem neuen Kreuzfahrtterminal begonnen. Das Gemeinschaftsprojekt der Hafenbehörde von Naha, Cruise Port Naha G.K., MSC Cruises und der Royal Caribbean Group soll im März 2028 in Betrieb genommen werden.
Entwickelt und betrieben wird das Terminal von Cruise Port Naha G.K., einem Joint Venture von CTL Maritime und RCL Cruises Ltd., das die Interessen von MSC Cruises und der Royal Caribbean Group vertritt. Grundlage ist eine im August 2026 mit der Hafenbehörde geschlossene Vereinbarung zur Entwicklung Naha als Kreuzfahrtstandort.
Das neue Terminal soll die Abfertigung größerer und moderner Kreuzfahrtschiffe erleichtern und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Naha gehört bereits zu den wichtigen Kreuzfahrthäfen Japans. Der Ort liegt verkehrsgünstig zwischen den japanischen Hauptinseln, Taiwan und weiteren Zielen in Ostasien.
Okinawa als Kreuzfahrtziel
Okinawa bildet den südlichsten Teil Japans und unterscheidet sich landschaftlich und kulturell deutlich von klassischen Japan-Zielen wie Tokio, Kyoto oder Hiroshima. Die Lage der Inselgruppe ist deshalb auch für Routen interessant, die mehrere Länder und Regionen Ostasiens miteinander verbinden.
Die Investition in Naha passt zugleich zu einer Entwicklung, die sich derzeit in den Kreuzfahrtprogrammen verschiedener Reedereien zeigt: Japan wird häufiger als eigenständiges Fahrtgebiet oder als wichtiger Bestandteil längerer Asien-Routen angeboten. Hapag-Lloyd Cruises setzte 2026 mit der HANSEATIC inspiration auf mehrere Japan-Reisen. AIDA hat für das Frühjahr 2027 unter anderem eine Japan-Rundreise und eine Kreuzfahrt zur Kirschblüte angekündigt hat. Auch Explora Journeys plant bei seinem Asien-Debüt ab Herbst 2027 Reisen in der Region.
Royal Caribbean und MSC investieren gemeinsam
Royal Caribbean und MSC verbinden mit dem Terminal langfristige Wachstumspläne in Japan und Ostasien. Royal-Caribbean-CEO Jason Liberty bezeichnete Japan beim Spatenstich als einen der wichtigsten Kreuzfahrtmärkte des Unternehmens in Asien. MSC-Group-Manager Pierfrancesco Vago verwies auf die Lage Okinawas zwischen mehreren asiatischen Kreuzfahrtregionen. Zudem kündigte er an, das Angebot von MSC Cruises und Explora Journeys in der Region weiterzuentwickeln.











