Carnival Corporation ordnet 2029 mehrere Schiffe innerhalb des Konzerns neu zu. Die Queen Anne verlässt nach ihrer Weltreise 2028/29 die Cunard-Flotte und wechselt zu P&O Cruises. Gleichzeitig gibt P&O Cruises die Arcadia nach einer Abschiedssaison an Holland America Line ab. Dort soll das Schiff die Flotte auf zwölf Einheiten vergrößern.
Die Queen Anne bleibt zunächst im Cunard-Programm. Im Mai 2028 nimmt sie noch an der geplanten „Four Queens“-Veranstaltung in Liverpool teil. Im Januar 2029 startet anschließend ihre letzte Weltreise für Cunard. Nach deren Abschluss soll das Schiff umgestaltet, umbenannt und ab Mai 2029 für P&O Cruises eingesetzt werden.
Der künftige Name, das Bordkonzept und das erste Reiseprogramm stehen noch nicht fest. Bereits veröffentlichte Reisen vor dem Wechsel sollen wie geplant stattfinden.
Cunard künftig wieder mit drei Schiffen
Für Cunard bedeutet der Wechsel eine Verkleinerung der Flotte auf Queen Mary 2, Queen Victoria und Queen Elizabeth. Carnival UK begründet die Entscheidung mit einer langfristigen Ausrichtung der beiden Marken. Die Eigenschaften der Queen Anne passten nach Einschätzung des Unternehmens künftig stärker zum Angebot von P&O Cruises. Gleichzeitig wolle Cunard seine Flotte stärker auf die drei verbleibenden Schiffe konzentrieren.
Eine Abkehr von Investitionen in Cunard sei damit nicht verbunden, erklärte Carnival UK. Für die Queen Mary 2 ist bereits im kommenden Jahr eine größere Modernisierung vorgesehen.
Bemerkenswert ist die Verschiebung dennoch: Statt lediglich ältere Kapazitäten aus einer Flotte herauszunehmen, verteilt Carnival Schiffe zwischen drei Konzernmarken neu. Die Queen Anne erhält nach dem Wechsel ein vollständig auf P&O Cruises abgestimmtes Erscheinungsbild, während die Arcadia innerhalb des Konzerns eine weitere Verwendung findet.
Arcadia verstärkt Holland America Line
Die Arcadia beendet ihre Zeit bei P&O Cruises mit einer besonderen Abschiedssaison, die am 21. August 2029 enden soll. Anschließend wechselt das Schiff zu Holland America Line. Dort trifft es auf die baugleichen beziehungsweise zur selben Vista-Klasse gehörenden Schiffe Oosterdam, Noordam, Westerdam und Zuiderdam.
Holland America Line will die Arcadia in das mehrjährige Modernisierungsprogramm „Holland America Evolution“ aufnehmen. Welche Restaurants, öffentlichen Bereiche oder Kabinen dabei konkret verändert werden, soll erst in den kommenden Monaten festgelegt werden.
Das Programm umfasst bei anderen Schiffen unter anderem neue gastronomische Angebote, überarbeitete Bars sowie zusätzliche Suiten und Einzelkabinen.
Mit der Arcadia wächst die Holland-America-Flotte von elf auf zwölf Schiffe und ihre Kapazität um mehr als 2.000 Gäste. Die Reederei begründet den Schritt mit wachsender Nachfrage und zusätzlicher Flexibilität bei der Einsatzplanung. Zugleich bezeichnet sie den Schiffszugang ausdrücklich als Teil einer weitergehenden Flottenmodernisierung, zu der langfristig auch mögliche Neubauten gehören können.











