TUI startet Rückholflüge aus Dubai – Tausende Gäste betroffen

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Der Reisekonzern TUI hat am Dienstag mit der Rückholung seiner Gäste aus dem Nahen Osten begonnen. Vorstandsvorsitzender Sebastian Ebel kündigte im ZDF-Morgenmagazin an, voraussichtlich noch am 3. März 2026 erste Urlauber aus Dubai nach Deutschland auszufliegen.

„Die Rückholung ist in unserer Verantwortung, und das nehmen wir sehr ernst“, sagte Ebel. Geplant sei zunächst ein Flug ab Dubai. Neben Partner-Airlines in der Region will TUI auch eigene Flugzeuge einsetzen, sobald die erforderlichen Verkehrsrechte vorliegen. Der Flughafen Dubai hat nach Unternehmensangaben seit Montag den Betrieb mit einer begrenzten Zahl an Abflügen wieder aufgenommen.

Parallel organisiert TUI den Transfer von Gästen innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate. Busse bringen Reisende von Abu Dhabi nach Dubai, um sie dort zu den Abflughäfen zu befördern.

Logistische Herausforderung für mehrere Tage

Die Rückholaktion stellt den Konzern vor erhebliche logistische Aufgaben. In ein Flugzeug passen nach Angaben Ebels rund 200 Passagiere. Allein auf den Kreuzfahrtschiffen in der Region warten mehr als 5.000 Gäste auf ihre Heimreise. Insgesamt betrifft die Maßnahme etwa 10.000 TUI-Kunden. Entsprechend rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Rückführung über mehrere Tage erstrecken wird. Zunächst richtet sich das Angebot ausschließlich an Reisende von TUI.

Ob der Konzern zunächst Kreuzfahrtgäste oder Urlauber an Land ausfliegt, ließ Ebel offen.

Der Vorstandsvorsitzende wies zugleich den Vorwurf zurück, der Konzern habe Warnzeichen ignoriert. Für die Vereinigten Arabischen Emirate und andere touristische Ziele im Orient habe es keine Reisewarnung gegeben. „Wir wären sonst kein Risiko eingegangen“, sagte Ebel. Auch unternehmenseigene Prüfungen hätten keine Hinweise ergeben, dass eine mögliche militärische Eskalation unmittelbare Folgen für die Urlaubsregionen am Golf haben würde.

Für bevorstehende Reisen räumt TUI seinen Kunden flexible Optionen ein. Gebührenfreie Umbuchungen oder Stornierungen sind für Abreisen bis einschließlich 8. März 2026 in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Oman, Jordanien, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und Kuwait möglich. Für Israel gilt diese Regelung für Anreisen bis einschließlich 15. März 2026.

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