Royal Caribbean Group steigt mit einer Milliardeninvestition in das Geschäft mit All-inclusive-Resorts ein. Der Kreuzfahrtkonzern will für rund drei Milliarden Dollar einen Anteil von 50 Prozent an Sandals und Beaches Resorts erwerben. Beide Unternehmen haben dazu eine Vereinbarung über ein Gemeinschaftsunternehmen geschlossen.
Mit dem Einstieg erweitert Royal Caribbean sein Geschäft über Kreuzfahrten und eigene Urlaubsziele hinaus. Sandals und Beaches betreiben All-inclusive-Resorts in der Karibik. Die Unternehmen wollen das bestehende Angebot ausbauen und ihre Vertriebswege stärker miteinander verbinden.
Royal Caribbean Group bringt in die Partnerschaft seine Kreuzfahrtmarken Royal Caribbean, Celebrity Cruises und Silversea sowie sein wachsendes Portfolio privater Urlaubsziele ein. Außerdem hält der Konzern 50 Prozent an TUI Cruises mit den Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises. Ab 2027 will die Gruppe mit Celebrity River Cruises auch Flusskreuzfahrten anbieten.
Mehr Angebote in der Karibik
Sandals Resorts richtet sich mit seinen All-inclusive-Anlagen ausschließlich an Erwachsene und ist unter anderem auf Jamaika, Antigua, Saint Lucia, den Bahamas, Barbados, Grenada, Curaçao sowie Saint Vincent und den Grenadinen vertreten. Beaches Resorts konzentriert sich auf Familien und betreibt Anlagen in Jamaika sowie auf Turks and Caicos. Weitere Resorts sind unter anderem auf den Bahamas, Barbados und Saint Vincent und den Grenadinen geplant.
Royal Caribbean und Sandals wollen gemeinsam neue Wachstumschancen für die Resorts erschließen. Dazu zählen ein breiterer Vertrieb und eine stärkere Verbindung der Kundenangebote beider Unternehmen. Urlauber sollen damit leichter auf Kreuzfahrten, private Destinationen und Resortaufenthalte innerhalb der beiden Portfolios zugreifen können.
Die operative Führung von Sandals und Beaches soll weiterhin eng mit der bisherigen Eigentümerfamilie verbunden bleiben. Adam Stewart bleibt Executive Chairman von Sandals und Beaches Resorts und soll die langfristige strategische Entwicklung mitgestalten. Ein gemeinsames Board unter der Führung von Stewart und Royal-Caribbean-Chef Jason Liberty übernimmt die Leitung des Gemeinschaftsunternehmens.
Bestehende Reservierungen, Kundenbindungsprogramme sowie der Betrieb der Resorts und Kreuzfahrten laufen nach Angaben der Unternehmen unverändert weiter.
Abschluss für 2027 geplant
Royal Caribbean zahlt für die 50-Prozent-Beteiligung rund drei Milliarden Dollar. Morgan Stanley hat dem Konzern nach dessen Angaben eine Fremdfinanzierung für die Investition zugesagt.
Die Unternehmen rechnen mit dem Abschluss der Transaktion Anfang 2027. Zuvor müssen die üblichen Genehmigungen und Abschlussbedingungen erfüllt sein. Royal Caribbean erwartet, dass sich die Beteiligung bereits im kommenden Jahr positiv auf das Ergebnis auswirkt.
Für den Kreuzfahrtkonzern markiert die Partnerschaft einen weiteren Schritt beim Ausbau zu einem breiter aufgestellten Urlaubskonzern. Sandals und Beaches erhalten zugleich zusätzliches Kapital für die geplante Expansion ihrer Resorts in der Karibik.











